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Eine IMP-Zertifizierung kennzeichnet Tresore und andere Sicherheitsprodukte, deren Eigenschaften durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle bewertet wurden. Die Bezeichnung IMP geht auf das polnische Institut für Präzisionsmechanik, das „Instytut Mechaniki Precyzyjnej“, zurück. Die entsprechenden Zertifizierungsaufgaben werden heute innerhalb des Łukasiewicz – Warszawski Instytut Technologiczny fortgeführt.
Das Institut prüft und zertifiziert unter anderem mechanische Sicherungseinrichtungen und Produkte zur geschützten Aufbewahrung von Wertgegenständen. Dazu können Tresore, Wertschutzschränke, Sicherheitstüren, Wertschutzräume und Depositsysteme gehören.
Eine IMP-Zertifizierung bestätigt, dass das konkret geprüfte Produkt die Anforderungen des auf dem Zertifikat genannten Regelwerks erfüllt. Bei Tresoren können beispielsweise europäische Normen zur Prüfung und Klassifizierung des Einbruchschutzes zugrunde liegen.
Entscheidend ist daher nicht allein das IMP-Prüfzeichen. Käufer sollten zusätzlich kontrollieren:
Eine Zertifizierung gilt immer für die geprüfte Ausführung eines bestimmten Produkts. Ähnliche Modellnamen oder äußerlich vergleichbare Tresore müssen deshalb nicht automatisch dieselbe Sicherheitsleistung bieten.
Für Wertschutzschränke ist insbesondere die Norm EN 1143-1 relevant. Sie beschreibt Anforderungen und Prüfverfahren zur Bewertung des Widerstands gegen Einbruchversuche. Das Ergebnis wird durch einen Widerstandsgrad angegeben.
Für Sicherheitsschränke mit geringerem Schutzniveau kann die EN 14450 mit den Sicherheitsstufen S1 und S2 maßgeblich sein. Welche Norm und Einstufung für ein Produkt gelten, ist dem Zertifikat und der Kennzeichnung im Tresor zu entnehmen.
Eine IMP-Zertifizierung kann Versicherern und Käufern als nachvollziehbarer Nachweis des geprüften Einbruchschutzes dienen. Die tatsächliche Versicherbarkeit oder Versicherungssumme ergibt sich jedoch nicht allein aus dem Zertifikat.
Sie kann zusätzlich von folgenden Faktoren abhängen:
Vor dem Kauf sollte deshalb geklärt werden, ob der ausgewählte Tresor vom jeweiligen Versicherungsunternehmen anerkannt wird.
Ein zertifizierter Tresor sollte ein dauerhaft angebrachtes Typenschild oder eine Prüfplakette besitzen. Darauf sollten unter anderem die Zertifizierungsstelle, die Norm, der Widerstandsgrad, der Hersteller und eine eindeutige Identifikationsnummer erkennbar sein.
Neben der Zertifizierung sind die passende Größe, das Schloss, der Aufstellungsort und die vorgeschriebene Verankerung zu berücksichtigen. Erst das Zusammenspiel aus geprüftem Produkt, fachgerechter Montage und bedarfsgerechter Auswahl ermöglicht einen verlässlichen Schutz von Bargeld, Dokumenten und Wertgegenständen.
Eine qualifizierte Fachberatung sowie die Abstimmung mit dem Versicherer helfen dabei, den geeigneten IMP-zertifizierten Tresor für den jeweiligen Schutzbedarf auszuwählen.